Zu welchem Arzt? So finden Sie die richtige Anlaufstelle
Starten Sie in der Hausarztpraxis – sie ordnet die Beschwerden ein und überweist bei Bedarf an Urologie oder Gynäkologie. Das Thema ist dort Alltag; Scham ist unbegründet.
Die Hausarztpraxis als Lotse
Die Hausärztin oder der Hausarzt kennt die Vorgeschichte, kann erste Ursachen einordnen, einfache Untersuchungen veranlassen und gezielt überweisen. Oft lässt sich schon hier viel klären.
Wann zur Fachärztin?
- Urologie: bei Männern (z. B. Prostata-Themen), bei Drangbeschwerden, Restharn oder unklarer Ursache.
- Gynäkologie: bei Frauen, besonders nach Geburten, bei Senkungsgefühl oder in den Wechseljahren.
So gelingt das Gespräch
Nehmen Sie Ihr Blasentagebuch mit und benennen Sie konkret, wann der Verlust auftritt. Scheuen Sie sich nicht, auch Stuhlinkontinenz anzusprechen – sie ist häufiger als gedacht und behandelbar. Eine Liste Ihrer Medikamente hilft, mögliche Auslöser zu erkennen.
Für die anschließende Frage „welche Versorgung passt” steht eine Versorgungsberatung bereit; eine dauerhafte Versorgung kann über das Rezept laufen.
Häufige Fragen
Ist mir das Thema peinlich – muss es das sein? Nein. Inkontinenz ist sehr häufig und in der Praxis Routine. Offen darüber zu sprechen ist der schnellste Weg zur Besserung.
Brauche ich gleich eine Fachärztin? Nicht unbedingt. Die Hausarztpraxis ist die richtige erste Adresse und überweist bei Bedarf.
Quellen & Stand: Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.; Deutsche Gesellschaft für Urologie. Stand: 06/2026.